Spielertrainer Stefan Strunk bereitet Team mit Videoanalyse auf Gegner vor.
Die Korfballer vom KV Adler Rauxel sind auf dem verschneiten Flughafen von Warschau sicher gelandet. In der polnischen Hauptstadt geht der Europa Cup über die Bühne. Zeit, die fremde Stadt zu erkunden, blieb den heimischen Sportlern kaum. Um 17 Uhr stand das Einstiegstrainingstraining auf dem Programm. "Die Halle macht einen guten Eindruck. Der Boden ist gut. Insgesamt trainieren wir hier unter sehr guten Bedingungen", berichtete Teammanager Dieter Fernow telefonisch aus der Weichsel-Metropole.
Festgeschrieben
Zur Einstimmung auf das Turnier trainierten die Rauxeler zunächst Standards. Dann nutzen sie die Chance, sich auf die Körbe einzuwerfen. Am Ende stand noch ein kleines Trainingsspiel an. Das Einspielen in der fremden Halle ist wichtig für die Teams. So wichtig, dass die Regeln der International Korfball Federation (IKF) diese Trainingseinheit vor einem internationalen Turnier explizit zusichern. Am Abend besuchte die Adler-Mannschaft gemeinsam die offizielle Eröffnungsfeier. Den Tag wollte Spielertrainer Stefan Strunk "mit einem gemütlichen DVD-Abend" ausklingen lassen. Dazu hatte er sich Videomaterial des ersten Gegners, dem Trojans KC aus Großbritannien, beschafft.
Briten haben Qualifikations-Spiel gewonnen
Die Briten hatten am Dienstag ihr Qualifikationsspiel gegen den türkischen Vertreter Ankara University Club am Ende mit 19:10 gewonnen. Zur Halbzeit war der Unterschied mit 10:7 noch deutlich knapper ausgefallen. "Auch das werden wir uns auf DVD anschauen, wie es dazu kam. Man darf einen solchen Verlauf aber bei einem solchen Turnier nicht zu hoch hängen", meint Strunk. Auffällig sei jedoch gewesen, dass phasenweise über mehrere Minuten kein Treffer erzielt worden sei.
Besonderes Augenmerk werden die Rauxeler bei ihrem "DVD-Abend" auf Anthony Woodvine und Samuel Brooks gelegt haben. Das Spiel der Briten ist auf die beiden Offensivkräfte zugeschnitten, die auch im Spiel gegen Ankara die meisten Körbe warfen. An dieser Stelle sieht Strunk die Möglichkeit das Spiel des Trojans KC zu knacken. Zusammen mit Johannes Langer möchte er die beiden britischen Angreifer auf dem Spielfeld ausschalten. Seine endgültige Taktik wollte Strunk jedoch noch einmal überschlafen. Ebenso die endgültige Startaufstellung seiner Mannschaft.
Viel Gelassenheit beim KV Adler
Team und Trainer blicken ihrer ersten Turnier-Partie, die zugleich bereits das Viertelfinale darstellt, gelassen entgegen. "Alle sind gelöst und locker drauf. Wir wissen, dass es nicht leicht wird gegen die Engländer; aber wir sind gut vorbereitet", sagte Strunk. Sollte es gegen den Trojans KC klappen, träfe Adler im Halbfinale vermutlich auf TOP Sassenheim. Das niederländische Team gilt als Favorit des Viertelfinalspiels gegen Valleparadis (Spanien). Chancen auf einen Sieg gegen die Niederländer rechnen sich Strunk und Co. jedoch nicht aus.










