KV Adler Rauxel nach verkorkstem Saisonstart zum Europa Cup.
Ganze zwei Punkte haben die Regionalliga-Korfballer des KV Adler Rauxel nach fünf Spielen auf dem Konto. Nach fast fünf Jahren hat der Verein den Nimbus der Unbesiegbarkeit verloren. „So etwas habe ich noch nie erlebt“, sagt Katharina Holtkotte, Spielerin des erfolgverwöhnten Clubs. Und erahnt die Gründe: „Ich glaube, dass uns nach fünf nahezu unbesiegten Jahren manchmal der letzte Wille fehlt“, sagt Holtkotte. Vieles sei für das bislang schlechte Abschneiden mitverantwortlich. Der „personelle Umbruch“ (Holtkotte) im Kader verlange den älteren Spielern ab, die jüngeren an die Hand zu nehmen. Die Adler-Routiniers Martin Schwarze und Antje Menzel hatten das Team vor der Saison verlassen.
Schwierige Strunk-Rolle
Als Problem stellte sich auch die Rolle von Stefan Strunk heraus. Der agiert seit Saisonbeginn als Spielertrainer. "Ich kann kaum Fehler der Mitspieler kritisieren, wenn ich die gleichen Fehler mache“, sagt Strunk. Aufgeben als Spielertrainer will Strunk vorerst nicht: „Ich bin Adleraner von klein auf, da will ich helfen.“ Und hofft insgeheim, dass sein Club zur nächsten Saison dann endlich einen neuen (Nur-)Trainer findet. Für Katharina Holtkotte ist die Titelverteidigung „abgehakt“. Platz zwei in der Liga – ein ganz kleines Ziel für die Mannschaft um Holtkotte, die in den vergangenen fünf Jahren fünf Mal Meister wurde. Ein größeres ist der Europa Cup 2012 in Warschau (17. bis 21. Januar 2012). Adler wurde im Vorjahr Sechster. 2012 könnte ein Platz unter den ersten Vieren herausspringen. Die Adleraner sind für das Viertelfinale gesetzt.










