Deutsche Mannschaft reist am ersten Spieltag an.
Am Freitagmorgen bricht die deutsche Korfballnationalmannschaft zur Europameisterschaft in den Niederlanden auf. Die heimischen Korbjäger reisen erst am ersten Turnier-Spieltag an. Das hat gleich zwei Gründe.
Zum einen müssten die Sportler einen weiteren Urlaubstag nehmen. Zum anderen hätte Teammanager Henning Eberhardt (Wesseling) einen größeren Etat schultern müssen.
Das Projekt Europameisterschaft im Nachbarland kostet die 16 Korfballer sowie die sechs Trainer und Betreuer immerhin stolze 15.000 Euro. Rund die Hälfte der Summe hat Henning Eberhardt über Zuschüsse und Sponsorengelder eingesammelt. So unterstützt sogar der niederländischen Korfballverband KNKV die deutschen EM-Fahrer mit einem 3.000-Euro-Zuschuss. Weshalb pro Kader-Mitglied nur noch 350 Euro als Umlage fällig werden.
Sandra Anus feiert Schiri-Premiere
In Sandra Anus vom KC Grün-Weiß feiert eine deutsche Schiedsrichtern ihre Premiere auf der EM-Bühne. Die 23-Jährige hatte in den vergangenen Jahren ihre Laufbahn als deutsche Auswahlspielerin, wie sie selbst sagt, "zugunsten einer internationalen Schiedsrichterkarriere geopfert."
Im Feld von zwölf Unparteiischen ist Sandra Anus die einzige Frau und möchte sich für die Weltmeisterschaft 2011 in China empfehlen.
Im Gespann mit Geoffrey Picqueur?
In den Niederlanden würde die Castrop-Rauxelerin gerne mit ihrem Vorbild, dem routinierten Belgier Geoffrey Picqueur, ein Gespann bilden: "Da würde ich viel lernen, weil es mit ihm Spaß macht." An einen Einsatz bei einem der Finalspiele glaubt die Europastädterin nicht: "Da gleich beim ersten Turnier zu sein, wird schwer." Ihre ersten größeren internationalen Sporen hatte sich Sanda Anus beim Europa Cup-Turnier Anfang des Jahres in Belgien verdient.
Bei den WM-, EM- sowie World-Games-Turnieren der vergangenen acht Jahre waren die deutschen Schiedsrichter-Farben oftmals durch Georg Berkel (HKC Albatros) vertreten.










